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Weißseespitze
3526m
Meine
diesjährige Hochtour ging ins Herz der Ötztaler Alpen auf die Weißseespitze
(3526m),in eine Gletscherwelt der Superlativen. Die vier begeisterten
Bergsteiger der Alpingruppe Adonis trafen sich im Kaunertal, oberhalb
dem Gepatsch Haus (1928m DAV Hütte); dies war der Ausgangspunkt unserer
Hochtour.
Der mäßig steile und gut markierte Weg führte uns zum Gletscherbruch
wo wir uns die Steigeisen und Gurte anmachten und anseilten, weil hier
der Gletscher sehr spaltenreich ist, der Respekt und die Tiefe einiger
Spalte machten uns sehr vorsichtig den Gepatschferner zu durchqueren.
Nach etwa 4 Stunden standen wir dann vor der Rauhekopfhütte (2731m).
Diese kleine und romantische Hütte (22 Plätze) sollte für die nächsten
3 Tage unser Stützpunkt sein.
Am nächsten Morgen erwachten wir und das Wetter war nicht
vielversprechend so entschlossen wir uns einen Abstecher zum
Brandenburger Haus (3277m) zu machen, mit der Hoffnung auf eine
Wetterbesserung. Ab der Hütte geht es steil durch die Felsen auf den
Gletscher von da an standen wir in mitten einer Welt mit ewigem Eis und
Gletscherspalten so unendlich tief, das imposante ist der Gepatschferner
der Kilometer und Kilometer lang und breit ist. Mit dem Zickzacklauf
durch das Spaltenlabyrinth konnten wir Eindrücke mitnehmen aus dieser
großen eisigen Landschaft, nach 4 Stunden erreichten wir das
Brandenburger Haus (3277m). Nach einer ausgiebigen Pause sahen wir, daß
das Wetter umschlug, es fing an zu schneien, Nebel zog auf, so
entschieden wir die Rückkehr zur Rauhekopfhütte anzutreten.
Am zweiten Tag durchwachsenem Wetter machten wir uns auf den Weg zur Weißseespitze
(3526m) über den selben Weg wie zur Brandenburger Hütte nur am
Gletscher mußten wir eine andere Richtung einschlagen wo die
Gletscherspalten immer größer wurden und die Schneebrücken enger
waren. Am gefährlichsten sind die Spalten die man nicht sieht und was
unter der trügerisch Oberfläche verborgen ist. Darum gilt die eiserne
Regel am Gletscher wird angeseilt.
Nach schweißtreibenden 4h Gehzeit über unendlich tiefe Spalten, 45
Grad steilen Eiswand standen wir auf dem großen Plateau der Gipfel die
Weißseespitze (3526m). Unser Rundblick ist nicht so berauschend gewesen
wegen dem bedeckten Himmel, beim Abstieg zur Rauhekopfhütte machten wir
noch eine Gletscherwanderung um danach in der gemütlichen Hütte den
Gipfel und die schönen Tage zu begießen.
Der Tag der Abreise war gekommen wir stiegen die Gletscherzunge des
Gepatschferners ab am Gletschertor vorbei am Fluß durch eine Schlucht
zum Parkplatz. Mitgewirkt haben Michael Kraus, Kurt Ungar, Andreas
Schneider.
Bernd Kelp |