Besteigung der Weißseespitze
14.08.03 - 17.08.03



Gipfel Weißseespitze 3518m

Teilnehmer der Tour waren: Michael Kraus, Andreas Schneider, Kurt Ungar und Bernd Kelp.

02.jpg (101673 Byte) 04.jpg (35911 Byte)
Rauhekopfhütte 2731m
05.jpg (18478 Byte) 08.jpg (18953 Byte) 36.jpg (7222 Byte)
         
09.jpg (41461 Byte) 12.jpg (54285 Byte) 13.jpg (102267 Byte) 14.jpg (55177 Byte) 15.jpg (50555 Byte)
         
27.jpg (40672 Byte) 28.jpg (12872 Byte) 30.jpg (12189 Byte)
Brandenburger Haus 3274m, Andreas
32.jpg (10132 Byte) 34.jpg (10653 Byte)
         
37.jpg (36463 Byte)
Gepatschferner
„Im Sumpf“, im Hintergrund die drei Hintereisspitzen
40.jpg (8704 Byte)      

Weißseespitze 3526m

Meine diesjährige Hochtour ging ins Herz der Ötztaler Alpen auf die Weißseespitze (3526m),in eine Gletscherwelt der Superlativen. Die vier begeisterten Bergsteiger der Alpingruppe Adonis trafen sich im Kaunertal, oberhalb dem Gepatsch Haus (1928m DAV Hütte); dies war der Ausgangspunkt unserer Hochtour.
Der mäßig steile und gut markierte Weg führte uns zum Gletscherbruch wo wir uns die Steigeisen und Gurte anmachten und anseilten, weil hier der Gletscher sehr spaltenreich ist, der Respekt und die Tiefe einiger Spalte machten uns sehr vorsichtig den Gepatschferner zu durchqueren. Nach etwa 4 Stunden standen wir dann vor der Rauhekopfhütte (2731m). Diese kleine und romantische Hütte (22 Plätze) sollte für die nächsten 3 Tage unser Stützpunkt sein.
Am nächsten Morgen erwachten wir und das Wetter war nicht vielversprechend so entschlossen wir uns einen Abstecher zum Brandenburger Haus (3277m) zu machen, mit der Hoffnung auf eine Wetterbesserung. Ab der Hütte geht es steil durch die Felsen auf den Gletscher von da an standen wir in mitten einer Welt mit ewigem Eis und Gletscherspalten so unendlich tief, das imposante ist der Gepatschferner der Kilometer und Kilometer lang und breit ist. Mit dem Zickzacklauf durch das Spaltenlabyrinth konnten wir Eindrücke mitnehmen aus dieser großen eisigen Landschaft, nach 4 Stunden erreichten wir das Brandenburger Haus (3277m). Nach einer ausgiebigen Pause sahen wir, daß das Wetter umschlug, es fing an zu schneien, Nebel zog auf, so entschieden wir die Rückkehr zur Rauhekopfhütte anzutreten.
Am zweiten Tag durchwachsenem Wetter machten wir uns auf den Weg zur Weißseespitze (3526m) über den selben Weg wie zur Brandenburger Hütte nur am Gletscher mußten wir eine andere Richtung einschlagen wo die Gletscherspalten immer größer wurden und die Schneebrücken enger waren. Am gefährlichsten sind die Spalten die man nicht sieht und was unter der trügerisch Oberfläche verborgen ist. Darum gilt die eiserne Regel am Gletscher wird angeseilt.
Nach schweißtreibenden 4h Gehzeit über unendlich tiefe Spalten, 45 Grad steilen Eiswand standen wir auf dem großen Plateau der Gipfel die Weißseespitze (3526m). Unser Rundblick ist nicht so berauschend gewesen wegen dem bedeckten Himmel, beim Abstieg zur Rauhekopfhütte machten wir noch eine Gletscherwanderung um danach in der gemütlichen Hütte den Gipfel und die schönen Tage zu begießen.
Der Tag der Abreise war gekommen wir stiegen die Gletscherzunge des Gepatschferners ab am Gletschertor vorbei am Fluß durch eine Schlucht zum Parkplatz. Mitgewirkt haben Michael Kraus, Kurt Ungar, Andreas Schneider.
Bernd Kelp

 

top

    Stand: 07. September 2008