|
Adonistreffen
– 2004
Wenn die Tage wieder länger werden, der wenige Schnee sich
vollends in höhere Lagen zurückzieht, draußen alles zu grünen und blühen
anfängt dann ist Adonistreffenszeit. Adonistreffen heißt feiern, klettern, wandern, Höhlen besuchen,
Freunde treffen, neue Freundschaften schließen. Dieses Jahr wurde das
Adonistreffen von Grete und Horst, in der Jugendherberge
Pottenstein organisiert. Pottenstein, ein idyllisches Felsenstädtchen
in der romantischen Fränkischen Schweiz bietet
viele Sehenswürdigkeiten und Attraktionen wie zum Beispiel:
Teufelshöhle (Tropfsteinhöhle mit Kureffizienz), Sommerrodelbahn, Burg
Pottenstein, Erlebnisbad Juramar, wunderschöne Wanderwege, natürlich
Kletterfelsen und vieles mehr.
Am Freitag den 23.04 trafen sich 30 Erwachsene und 12 Kinder der
Alpingruppe Adonis der Sektion Karpaten des DAV in dieser
Jugendherberge.
Wir wurden von Grete und Detty empfangen. Sie kümmerte sich um die
Zimmerverteilung und zeigte uns die Anlage. Allen und vor allem den
Kindern fiel ein Stein vom Herzen als Grete uns von der anliegenden
Bauernscheune erzählte, die zur Kletterhalle umfunktioniert wurde. Das
hieß also Klettermöglichkeit auch bei Regen.
Am Abend zeigten Reini, Stefan und Detty uns die Dias von ihrer
Afrikareise. Müde, mit vielen Informationen über die Menschen, Tiere,
Pflanzen und die Region rund um den Kilimanjaro gingen wir irgendwann
ins Bett.
Der große Tag war da!
Gleich nach dem Frühstück wurde das Lunchpacket gepackt, Gurte
angepasst, Helme aufgesetzt und alles Notwendige für das Klettern
gerichtet. Wir standen mit 12 ungeduldigen Kindern in ihrer Kletterausrüstung
an den Felsen. Nun hatten die erfahrenen Kletterer viel zu tun.
Für die Anfänger und Kinder bedeutet es Ängste zu überwinden,
Konzentration und Selbstvertrauen
stärken, sein Ziel setzen, Biss entwickeln, selbst beim
Scheitern die Chance nutzen und es erneut zu versuchen oder sein Ziel
neu zu definieren.
Für die erfahrenen Kletterer bedeutet es Vorsteigen, Seile legen,
Blasen an den Händen, einen Krampf im Hals vom Hochschauen und Sichern,
Ruhe bewahren, diese Ruhe weitergeben, Mut machen und Vertrauen
erwecken. An dieser Stelle, ich glaube ich spreche im Namen aller
Anderen, nochmals vielen Dank für die Geduld, Ruhe und für die Art und
Weise wie ihr uns diese Sportart schmackhaft gemacht habt. Für uns Anfänger
war es sehr beruhigend zu wissen, „dass es immer jemanden gibt der uns
auffängt wenn wir abrutschen.“
Am Abend wurde gegrillt, danach die Gitarre ausgepackt und an einem gemütlichen
Lagerfeuer gesungen und gefeiert. Die Stimmung war wie immer Supergut. Für
unsere Kinder stand schon die nächste Überraschung bereit. In der nahe
gelegenen Höhle wurden von Andrea Räubergeschichten erzählt, eine
Urkunde für besondere Leistungen im Felsenklettern in der Frankenjura
verliehen. Zur allergrößten Freude gab es auch ein Geschenk:
“ Den ersten eigenen HMS-Karabiner.“
Am Tag der Abreise fand gleich morgens die Adonissitzung statt,
danach wurde der Seilgarten von unseren großen und kleinen Kletterern
auf seine Tauglichkeit geprüft und das Gelernte nochmals geübt.
Am Sonntag nach dem Mittagessen mussten wir uns leider von der schönen
Frankenjura verabschieden.
Fazit: Es war echt super! Alles hat gepasst: das Gebiet, die
Jugendherberge, die Gruppe.
Einen besonderen Dank an die Organisatoren.
Wally Dietrich
|