Siebenbürgen & Karpaten

Siebenbürgen und die Karpaten

Siebenbürgen oder Transsilvanien ist ein historisches und geografisches Gebiet im südlichen Karpatenraum mit einer wechselvollen Geschichte. Heute liegt Siebenbürgen im Zentrum Rumäniens.
Siebenbürgen bildet geografisch das Zentrum und den Nordwesten Rumäniens. Von den südlicheren (Walachei) und östlicheren (Moldau und Bukowina) Landesteilen wird Siebenbürgen durch die Ostkarpaten und die Transsilvanischen Alpen (Südkarpaten) getrennt, die zusammen den südlichen Karpatenbogen bilden. Nach Westen hin scheidet ein Teil der Westrumänischen Karpaten, das Apuseni-Gebirge, Siebenbürgen vom Kreischgebiet ab.

Die Region Siebenbürgen entwickelte sich als Teil des mittelalterlichen Königreichs Ungarn.

Die Bewohner des Königsbodens waren mehrheitlich die aus den deutschen Ländern gerufenen Bauern, Handwerker, Händler sowie auch einige Adlige. Sie gründeten die sieben Stühle, daher der Name Siebenbürgen. Die Siebenbürger Sachsen genossen fast immer absolute Unabhängigkeit und hatten eigene Gerichtsbarkeit. Siebenbürgen war im Laufe der Jahrhunderte unter ungarischer, dann österreichischer und später österreichisch-ungarischer Herrschaft und gehörte erst nach dem 1. Weltkrieg zu Rumänien.

Nach 1945 begann die Auswanderungswelle der Siebenbürger Sachsen, die dann 1990 endgültig die Heimat verließen und sich hauptsächlich in Deutschland niederließen.

Die Landschaftsvielfalt Siebenbürgens ist europaweit einzigartig: hier gibt es ein Zusammenspiel von extensiv bewirtschafteten Flächen, „intakten“ Dörfern und traditioneller Landwirtschaft, wie es in anderen Teilen Europas im 19. Jahrhundert existierte. Neben den reichen Blumenwiesen kommen auch Wölfe und Bären in  Siebenbürgen vor.

Der Reiz der Karpaten besteht in teilweise völlig unberührter Natur und in einer reichen Pflanzen- und Tierwelt. In einigen Gebirgen kann man tagelang wandern ohne einen einzigen Menschen zu treffen. Die beste Jahreszeit dafür ist die Zeit von Anfang Juni bis Ende Oktober.